Manuelle Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine spezialisierte Therapieform zur Behandlung von Schwellungen (Ödemen). Obwohl das Lymphgefäßsystem bereits früh beschrieben wurde, fand die Lymphologie erst im 20. Jahrhundert breitere medizinische Anerkennung. In Deutschland wurde die Therapie maßgeblich durch die Arbeit von Dr. Asdonk etabliert und klinisch verankert.

Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) dient dem gezielten Abtransport von Gewebsflüssigkeit über Lymphgefäße und Gewebsspalten. Im Unterschied zur klassischen Massage arbeitet sie mit sanften, rhythmisch-kreisenden und pumpenden Grifftechniken. Der Druck ist dabei fein dosiert und wird entsprechend dem jeweiligen Krankheitsbild in einer festgelegten Behandlungsabfolge angewendet. Je nach Region – beispielsweise im Bauchbereich – wird auch unter Einbeziehung des Atemrhythmus gearbeitet.

Zur Sicherung des Therapieerfolgs wird im Anschluss häufig eine Kompressionsbandagierung oder eine medizinische Kompressionsbestrumpfung eingesetzt. Dadurch wird eine erneute Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe verhindert.

Die Manuelle Lymphdrainage kommt unter anderem zum Einsatz bei:

  • primären und sekundären Lymphödemen
  • venösen und postthrombotischen Ödemen
  • traumatischen Schwellungen
  • Morbus Sudeck (CRPS)
  • rheumatischen und chronisch-entzündlichen Ödemen
  • Lipödemen
  • Inaktivitätsödemen, z. B. bei Lähmungen
  • Schwellungen nach operativen Eingriffen, insbesondere nach Lymphknotenentfernung

Die Therapie ist ein zentraler Bestandteil der komplexen physikalischen Entstauungstherapie und wird individuell auf das jeweilige Beschwerdebild abgestimmt.

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